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Der sogenannte Body-Mass-Index findet sich in der modernen Medizin unter Begriffen wie beispielsweise Körpermasseindex oder auch Quetelet-Kaup-Index wieder.
In Relation zur Körpergröße des Patienten gestellt wird der BMI herangezogen, um Abweichungen vom Normalgewicht feststellen zu können. Im Jahre 1870 von
Adolphe Quetelet entwickelt stellt der BMI jedoch nur einen Richtwert in Bezug auf Abweichungen vom Normalgewicht dar. Daher gilt es, weitere Indikatoren
wie beispielsweise das Geschlecht des Patienten und dessen individuelles Verhältnis zwischen Fettgewebe und Muskelgewebe in die Berechnung mit einfließen
zu lassen. So weist ein Mann beispielsweise einen deutlich höheren Anteil von Muskelmasse auf als eine Frau. Zur Berechnung des BMI wird das Gewicht des
Patienten durch dessen Körpergröße in Metern zum Quadrat geteilt. Der hieraus resultierende Wert lässt sich mit sogenannten Normwerten in einer Tabelle
vergleichen. Nach einer von der WHO herausgegebenen Adipositas-Klassifikation liegt der BMI eines normalgewichtigen Menschen zwischen 18,5 und 25. Sollte
ein Patient einen BMI von unter 16 aufweisen, so spricht man in der Medizin von einem starken Untergewicht. Eine sofort einsetzende Therapie ist zur Sicherung
der Gesundheit unumgänglich und setzt in den meisten Fällen eine psychologische Voruntersuchung voraus. Patienten mit einem BMI von 25 bis 30 gelten unter
Medizinern als präadipös. Mittels einer gesunden und ausgewogenen Ernährung in Kombination mit ausreichend Bewegung lässt sich dieser Wert jedoch auf
einen Normalwert bringen.
Ein Patient gilt jedoch erst als adipös, sofern sein BMI einen Wert von 30 übersteigt. Unterteilt in drei verschiedene Grade erfordert die Adipositas
eine mehr oder weniger umfangreiche Behandlung. Unter Umständen ist ein operativer Eingriff zur Anlegung eines Magenbandes unumgänglich um den Patienten
vor schwerwiegenden Folgen wie beispielsweise einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu schützen.
Um auch Kindern eine gesunde Entwicklung gewährleisten zu können, hat die WHO entsprechende Tabellen für Kinder herausgegeben. Die Berechnung ist mit
der eines BMI von einem Erwachsenen gleichzusetzen. Anders als bei diesen erfolgt ein Messen der Körpergröße jedoch nicht im Stehen, sondern im Liegen
da hier mit Abweichungen von 0,7 cm zu rechnen ist. Um auch Menschen mit fehlenden Gliedmaßen eine Berechnung des BMI zu ermöglichen, werden spezielle
Korrekturwerte zur Hilfe herangezogen. Im Allgemeinen besagen Mediziner, dass der BMI alleine nicht ausreichend ist, um eventuelle Erfolge beim Abnehmen
verzeichnen zu können da eine Diät mit starken Verschiebungen zwischen Fettmasse und Muskelmasse einhergeht. So nehmen Patienten zwar während einer Diät
an Fettmasse ab jedoch bauen sie durch Sport stark an Muskelmasse, auf was einen erhöhten BMI nach sich zieht. Die wachsende Bedeutung des BMI haben auch immer mehr Hersteller von Smartphones erkannt. Spezielle Apps für Smartphones mit Android als Betriebssystem
machen das Handy zu einem idealen Begleiter in eine gesündere Zukunft.
Zur Berechnung des BMI zieht die Bmi-App für das Handy neben der Körpergröße und dem
Gewicht des Patienten weitere Indikatoren wie beispielsweise dessen Alter und dessen Geschlecht heran. Sollte das eigene Handy nicht mit Android
ausgestattet sein, so lassen sich die Berechnungen zum eigenen BMI auch im Internet anstellen. Diverse Seiten bieten darüber hinaus die Möglichkeit,
die persönlichen Daten zu speichern und somit auch zu überwachen.
BMI - Body Mass Index © 2011 rezept-kobold.de
Fotos: S. Dollase-Berger (Fotolia.com), Tobif82 (Fotolia.com)
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