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Interessantes über Chili


bild2 Chili ist eine Gemüse- bzw. Gewürzpflanze von der Gattung Paprika (Capsicum). Sie gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Das besondere am Chili ist der scharfe Geschmack, der durch den Inhaltsstoff Capsaicin erzeugt wird. Bekannt sind die kleinen roten Schoten auch als Peperoni, Pfefferoni oder Peperoncini. Auch Spanischer Pfeffer, Cayennepfeffer und Roter Pfeffer sind bekannte Bezeichnungen. In fast jeder regionalen Küche wird Chili angewendet. Einige Sorten wie Jalapeño, Anaheim und Serrano werden grün, also im unreifen Zustand verwendet.

Wie wird die Schärfe bestimmt und welches sind die schärfsten Chilis?
Die Schärfe bestimmte man mit einem Verfahren, das im Jahre 1912 eingeführt wurde. Nach dem Erfinder wurde es Scoville-Verfahren genannt und die entsprechende Skala Scoville-Skala. Heute wird die Schärfe, das heißt der Gehalt an Capsaicin, analytisch bestimmt. Die Werte können von 0 bis 1000000 reichen.

Bei Gemüsepaprika etwa liegt die Schärfe bei 0, bei pikanten Sorten wie dem Kirschpaprika, Peperoncini, Peperoni bei 100 bis 1500. Von 1500 - 10000 Scoville-Einheiten liegt die Schärfe bei Jalapeño, Wachspaprika und Guajillo. Als scharf gilt ein Wert von über 30000. Diesen erreichen Sorten wie Serrano, Chiltepin, Cayenne, Habanero und Thai-Chili mit 100000 bis 500000 Scoville-Einheiten.



Wie wirkt sich Chili auf die Gesundheit aus?
Chili findet nicht nur in der Küche, sondern auch in der Medizin Verwendung. Schon die Ureinwohner Amerikas nutzten die Schärfe von Paprika als Medizin aus, vor allem bei Zahn- oder Gelenkschmerzen. Teilweise wurde diese Anwendung auch in die europäische Volksmedizin eingeführt. Das bekannteste Anwendungsbeispiel von Chili im Bereich der Gesundheit sind die ABC-Pflaster, die bei Rheuma zum Einsatz kommen. Die 1928 entwickelten Pflaster enthalten ein Konzentrat aus Chilipfeffer und dazu Wirkstoffe von Arnika und Belladonna. Auch bei Beschwerden wie dem Hexenschuss, Gürtelrose, Migräne und der diabetischen Neuropathie werden capsaicinhaltige Mittel verwendet, ebenso wie bei der postherpetischen und der trigeminalen Neuralgie.

abnehmen3 Die Zahl der Anwendungsbereiche wächst stetig. Im Jahre 2006 hat man etwa festgestellt, dass hochkonzentriertes Capsaicin bei Mäusen Prostatakrebszellen abtötet. Capsaicin soll auch den Schaden reduzieren, der bei einem Herzanfall entsteht und könnte daher zukünftig zur Behandlung von Myokardinfarkt in Frage kommen. Bei Frauen soll der scharfe Wirkstoff zu einer Reduzierung des Körperfettanteils führen, wie koreanische Wissenschaftler herausfanden. Nebenwirkungen des scharfen Essens mit Chili gibt es jedoch auch. So scheint der Chili auch unangenehme Wirkungen wie Blasenirritation, Gastritis, Inkontinenz, Magenschmerzen und Durchfall auslösen zu können.

Warum kocht man in warmen Ländern besonders viel mit Chili?
Die besonders scharfen Sorten werden vor allem in warmen Regionen benutzt, weil die Hitzeempfindung, die durch das Capsaicin ausgelöst wird, schweißtreibend wirkt. Das klingt paradox, aber dadurch wird die reale Temperatur gesenkt. Vor allem in Ländern wie Mexiko, Thailand und im Süden der USA (vor allem Texas), usw. wird daher viel mit Chili gekocht. Ein weiterer Grund besteht darin, daß das im Chili enthaltene Capsaicin in der Lage ist Bakterien abzutöten. Gerade in Ländern in denen es keine perfekten Kühlmöglichkeiten gibt und das Fleisch unverpackt bei hohen Temperaturen auf Märkten angeboten wird.


Interessantes über Chili © 2014 rezept-kobold.de Fotos: bit24 (Fotolia.com), steuccio79 (Fotolia.com)



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