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Kaffee - Ein kleiner Überblick


bild2 Er ist treuer Begleiter über viele Stunden des Tages:
Ob am heimischen Frühstückstisch, im Büro, beim Plausch mit Bekannten - Kaffee wird zu vielerlei Anlässen genossen. Der eine nutzt die Kraft der Bohne als Stimmungsaufheller, der andere genießt das kräftige Aroma um seiner vitalisierenden Wirkung willen. Kaffee ist beliebt. Umso wichtiger erscheint es deshalb, das "Schwarze Gold" einmal etwas genauer in Augenschein zu nehmen.

Was genau trinke ich da eigentlich?
Geschichte des Kaffees und Kaffeesorten

Weltweit gibt es weit über achtzig Kaffeesorten mit jeweils unterschiedlicher Qualität. Jedoch spiegelt sich diese Vielfalt nur selten in der Auswahl hiesiger Anbieter wider. Wenn von Kaffee die Rede ist, sind damit im weit überwiegenden Teil der Fälle die zwei Sorten Coffea Arabica und Coffea Robusta gemeint. Die Arabica, deren Anteil am weltweiten Kaffeehandel beachtliche 75 Prozent ausmacht, blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bereits im 9. Jahrhundert soll sie im Kaffa-Königreich (dem heutigen äthiopien) kultiviert worden sein und gilt damit nach heutigem Erkenntnisstand als die Urmutter des Kaffees. Einem besonders populären Mythos nach geht die Entdeckung dieser Art auf abessinische Hirten zurück. Diese sollen ihre Ziegen dabei beobachtet haben, wie sie nach dem Fressen bestimmter roter Früchte deutlich munterer wurden als normalerweise. Als die Hirten daraufhin selbst von den Früchten kosteten, missfiel ihnen jedoch der bittere Geschmack, sodass sie ihre Ernte geringschätzig ins nächstbeste Feuer fallen ließen. Erst als sich daraufhin der typische Röstgeruch des Kaffees verbreitete, reifte schließlich in den Hirten die Erkenntnis, welche Köstlichkeit sie da entdeckt hatten. Heute wird die Arabica in vielen tropischen und subtropischen Ländern angebaut. Dabei wirken sich die regionalen Bedingungen auch deutlich auf den Geschmack der geernteten Kaffeebohnen aus. Afrikanischer Kaffee etwa, der auf besonders eisenreichem, fruchtbarem Boden im äquatorialen Hochland gedeiht, schmeckt erkennbar würziger und aromatischer als Guatemala-Kaffee, welchen wiederum markante, aber eher milde Geschmacksaromen auszeichnen.



Neben der Arabica konnte sich mit der Coffea Robusta noch eine zweite Sorte auf dem Weltmarkt etablieren. Die ursprünglich aus Uganda stammende Robusta macht ihrem Namen alle Ehre: Sie ist in punkto Pflege und Aufzucht deutlich anspruchsloser und gegenüber Hitze, Schädlingen und Krankheiten sehr viel resistenter. überdies wächst sie wesentlich schneller und bringt einen größeren Ertrag an Kaffeebohnen bei der Ernte. Lediglich in Bezug auf das Aroma steht die Robusta hinter der geschmacksintensiveren Arabica zurück. Die Robusta findet daher meist als Beimischung zur Arabica oder als Billigkaffee den Weg in den Handel.

Schwarzes Gold oder Schwarzes Gift?
Wie schädlich ist Kaffee wirklich?

Immer wieder diskutiert die Öffentlichkeit rege über Schadstoffe in Lebensmitteln und dementsprechende Gesundheitsrisiken. Auch in Bezug auf Kaffee und Tee wird da keine Ausnahme gemacht. Klar ist: Kaffee wirkt anregend und macht munter. Doch wie ungesund oder gar schädlich ist dieses Getränk? Die gute Nachricht zuerst: Maßvoll genossen ist Kaffee nach heutigem Wissensstand nicht nur unschädlich, sondern kann vereinzelt sogar gesundheitsfördernd wirken. So wurde zwar beispielsweise über Jahrzehnte hinweg die These aufgestellt, der Kaffeegenuss verursache Krebs. Mittlerweile jedoch können dieser Behauptung Forschungsergebnisse gegenübergestellt werden, denen zufolge die im Kaffee enthaltene Chlorogensäure sogar einen nachweisbaren Beitrag zur Prophylaxe vor Leber- und Darmkrebs bieten kann. Grüner Tee, dem jede Menge positive Eigenschaften nachgesagt werden hat diese Schutzfunktion bspw. nicht. Eine ganz ähnliche Schutzfunktion haben finnische Forscher 2004 im Hinblick auf die so genannte Altersdiabetis nachweisen können.

bild3 Die im Kaffee enthaltenen Stoffe Theobromin und Theophyllin (dieser Stoff kommt auch in Tee vor) erweitern die Bronchien und wirken sich förderlich auf die Durchblutung aus. Andere Bestandteile, wie etwa die Vitamine B2, B3, B5 und B6, sind allesamt Stoffe, welche der menschliche Körper sogar unmittelbar als Bausteine für Nervensystem, Fettstoffwechsel oder Blutbildung benötigt. Auch die schadhafte Wirkung des 2002 entdeckten Röststoffes Acrylamid soll nach neuesten Erkenntnissen wesentlich geringer ausfallen als zunächst befürchtet. Acrylamid entsteht, wenn stärkehaltige Lebensmittel auf hohe Temperaturen erhitzt werden. Der Stoff bildet sich während des Röstvorgangs auch im Kaffee und gelangt aufgrund seiner Wasserlöslichkeit schließlich ins genussfertige Getränk. Grenzwerte in Bezug auf den Röststoff gibt es gegenwärtig nicht. Bei Tierversuchen stellten sich bislang nur Stoffmengen als schädlich heraus, deren Acrylamid-Konzentration um das Tausendfache höher lag als ein durchschnittlicher Kaffeetrinker täglich aufnimmt. Acrylamid ist darüber hinaus trotz seiner relativ späten Entdeckung kein Unbekannter für den menschlichen Organismus. Vielmehr begleitet dieser Stoff den Menschen, seitdem dieser dazu übergegangen ist, Speisen über dem Feuer zuzubereiten. Es scheint insofern nicht abwegig, dass unser Organismus über die Zeit Mechanismen entwickelt hat, mit Substanzen wie Acrylamid in moderater Dosierung angemessen umzugehen. Trotz aller beschriebenen positiven Effekte gilt jedoch auch bei Kaffee: Alles in Maßen! Von übermäßigem Genuss (über 3 Tassen täglich) ist abzuraten. Wenn Sie regelmäßig große Mengen Kaffee trinken, achten Sie auf einen angemessenen zeitlichen Abstand zwischen dem Genuss der einzelnen Tassen. Auf diesem Wege erhalten Sie auch Gelegenheit, das Aroma ihres Getränks zu würdigen.

Wenn Sie als Kaffeetrinker unter Bluthochdruck, Schweißausbrüchen oder Magen-Darm-Beschwerden leiden, ist es angebracht, die Trinkgewohnheiten zu ändern. Verringern Sie Ihren Kaffeekonsum dabei jedoch stets schrittweise, um den Körper langsam zu entwöhnen und nach und nach eine Anpassung zu ermöglichen.

Mehr als nur Kaffee - Zur Zubereitung
Neben der Kaffeesorte, dem Herkunftsland und der Qualität des Kaffees spielt natürlich auch die jeweilige Art der Zubereitung eine große Rolle. An der Spitze der populärsten Zubereitungsarten von Kaffee stehen sicher die italienischen Kaffeegetränke, allen voran der Espresso. Für die Zubereitung der traditionell in kleinen Tassen dargereichten Espressi werden besonders säurearme Arten verwendet. In einem eigenen Herstellungsverfahren werden die Bohnen deutlich länger bei größerer Hitze geröstet als üblicherweise. Dadurch wird der Espresso trotz seines kräftigen Geschmacks sehr viel bekömmlicher. Abstriche muss der Kaffeeliebhaber jedoch machen, wenn es um die vitalisierend Wirkung von Espresso geht: Entgegen der landläufigen Meinung ist die im Espresso enthaltene Menge an Koffein deutlich geringer als in einer normalen Tasse Kaffee. Um beim Espresso die sogenannte Crema zu erhalten müssen spezielle Kaffeemaschinen (Espresso-Maschinen) verwendet werden und die Kaffeebohnen müssen sehr fein gemahlen sein.



Öfter mal etwas Neues - Backen und Kochen mit Kaffee
Natürlich muss Kaffee nicht immer in seiner beliebtesten Form als Heißgetränk serviert werden. Die dunkle Bohne lässt sich auch wunderbar als aromatische Zutat beim Backen und Kochen verwenden. So können durch den bitter-markanten Geschmack des Kaffees besonders gut Pastasoßen und Fischmarinaden verfeinert werden. Aber auch Nachspeisen wie Kuchen und Gebäck lassen sich so mit dezenten Geschmacksnuancen anreichern und schmecken manchmal sogar denjenigen ganz besonders, die normalerweise gar keinen Kaffee mögen. Probieren Sie es aus!


Rezepte zum Thema Torte:
Guten-Morgen-Kaffee Kaffee Nordkap Kaffee-Eis Kaffee mit Eierlokör Kaffee-Parfait Kaffee-Toast Kaffee auf der Gabel Kaffee-Bonbons Irish Coffee Pudding


Kaffee - Ein kleiner Überblick © 2012 rezept-kobold.de Fotos: Sandra Cunningham (Fotolia.com), Reinhard Marscha (Fotolia.com)



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