Sammelbezeichnung für die küchentechnisch verwertbaren und essbaren Teile einer Vielzahl von wild wachsenden oder in Kultur genommenen Pflanzen, aber auch allgemeine Bezeichnung für das, was aus ihnen zubereitet wird und auf den Tisch kommt. Meist dient Gemüse im Sinne einer ausgewogenen Ernährung als Beigabe, Beilage oder Garnitur, bei Vegetariern und Veganern wird es aber auch zum Hauptgericht. Die Einteilung bzw. Unterscheidung der verschiedenen Gemüsepflanzen ist nicht ganz einfach. Die Tatsache, dass viele von ihnen auch zu Salat verarbeitet und als Würzkräuter verwendet werden können, macht die Zuordnung auch nicht leichter. Einige Botaniker wollen zudem das so genannte Fruchtgemüse sowie Kartoffeln und Pilze aus der großen Gemüsefamilie verbannen. Will man es nicht bei der simplen Unterscheidung zwischen Wild- und Kulturgemüse oder Freiland- und Treibhausgemüse belassen, so erscheint die folgende Einteilung nach der Nutzung bestimmter Pflanzenteile am sinnvollsten:
Algengemüse, Blatt- oder Salatgemüse (zum Beispiel Spinat, Kresse), Blüten- oder Kohlgemüse (zum Beispiel Blumenkohl, Brokkoli oder Wirsing), Fruchtgemüse (vor allem Tomaten, Gurken, Auberginen und Paprika), Schoten- und Samengemüse (zum Beispiel die frisch und unreif in der Küche verarbeiteten Erbsen- und Bohnenarten), Stängel- oder Stielgemüse, Wurzel- oder Knollengemüse (unter anderem Mohrrüben), Würzgemüse (Dill, Petersilie und andere Küchenkräuter) sowie Zwiebelgemüse (wie Zwiebeln, Schalotten, Knoblauch, Porree usw.).
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