Es gab auch eine Zeit, als die Ernährungswissenschaft noch nicht auf dem heutigen Stand war, da wurden Kartoffeln für gefährliche Dickmacher gehalten. Doch mittlerweile weiß man es besser und kennt ihren hohen ernährungsphysiologischen Wert. Die Knolle enthält zwar je nach Sorte stattliche 15 - 21 % Stärke (Kohlenhydrat), besteht zu 78 % aber aus Wasser, ist besonders reich an Vitaminen (B1, B2 und C) sowie an wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen. Der Gehalt an Eiweiß ist mit 2 % zwar eher bescheiden, doch hat es eine besonders hohe biologische Wertigkeit. Von allen pflanzlichen Eiweißlieferanten hat die Kartoffel den höchsten Anteil an verwertbarem Eiweiß.
Den Verwendungsmöglichkeiten von Kartoffeln in der Küche sind kaum Grenzen gesetzt. Als Bratkartoffeln, Pellkartoffeln oder Salzkartoffeln, als Annakartoffeln oder als Herzoginkartoffeln sind sie zu vielen Gerichten die perfekte Sättigungsbeilage, aber auch "Rohstoff" für beliebte Küchenprodukte. Klassiker aus den beliebten Knollen sind unter anderem Kartoffelsalat, Kartoffelsuppe, Kartoffelpuffer, Kartoffelpüree, Kartoffelklöße, Kartoffelgratin, Kartoffelkroketten oder Rösti. Und selbst Kinder, die sonst keine Kartoffeln mögen, sind verrückt nach Pommes frites.
Trotz der universellen Einsetzbarkeit von Kartoffeln in der Küche ist weniger als ein Viertel der Kartoffelernte direkt für den menschlichen Verzehr bestimmt. Ein weiteres Viertel wird im Übrigen zu Stärke und Alkohol verarbeitet.
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