Nimmt man alle Verwertungsmöglichkeiten zusammen, so ist das Rind das am besten "ausschlachtbare" Haustier bzw. Schlachtvieh überhaupt. Alle Teile vom Schwanz bis zur Zunge und sogar das Rindermaul bieten - fachmännisch zerlegt und zubereitet - die unterschiedlichsten Gaumenfreuden und die weiblichen Tiere (Kühe) geben außerdem in riesigen Mengen wertvolle Milch. Je nach Alter und Geschlecht hat das Rind unterschiedliche Namen. Jungtiere (beiderlei Geschlechts) werden zunächst allgemein als Kalb bezeichnet, im Alter von 4 Monaten bis zu 1 Jahr heißen sie Fresser. Ein geschlechtsreifes, aber noch junges männliches Rind ist ein Jungbulle, später wird es zum Bullen (auch Farren, Fasel, Stier) und wenn man es kastriert zum Ochsen. Das weibliche Tier ist vor dem ersten Kalben eine Kalbin (auch Färse, Queene, Starke) und danach eine Kuh bzw. Milchkuh oder Mutterkuh, wenn sie zur Milch- oder Fleischerzeugung bestimmt ist. Als was auch immer die Tiere zur Schlachtbank geführt werden, am Ende kommen sie entweder als Kalbsfleisch oder als Rindfleisch in den Handel. Unter den zahlreichen Rinderrassen, die vom Menschen gezüchtet wurden, ist Hereford weltweit der wichtigste Rindfleisch-Lieferant. Aufgrund der hervorragenden Fleischqualität besonders geschätzte Rassen sind unter anderem Angus, Charolais, Chianina, Durham, Galloway oder Limousin. Die heutigen Hausrinder sind meistens Abkömmlinge des Auerochsen.
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