Das domestizierte Wildschwein, kurz nur Schwein genannt, ist zusammen mit dem Rind der weltweit wichtigste Fleischlieferant, von dem fast alle Stücke in den Kochtopf, die Pfanne oder das Bratrohr wandern können. Schon früher wussten die Menschen um den Wert des Schweinefleisches für ihre Ernährung - außer im Islam und im strengen Judentum, wo es als unrein gilt und deshalb nicht verzehrt werden darf. Vermutlich bereits seit rund 9000 Jahren wird das Schwein als Haustier gehalten - mit am längsten von allen Tieren in der Geschichte der Zivilisation. Männliche Tiere heißen Eber, die weiblichen Sau. Die Jungen bis 5 kg nennt man Ferkel, das als besonders fein geltende Spanferkel ist ein junges Schwein, das noch am Span (der Zitze der Sau) saugt. Schlachtreif sind Schweine nach rund 6 - 9 Monaten bein einem Gewicht von etwa 100 kg. Werden sie nicht geschlachtet, können Schweine bis 12 Jahre alt und 1000 kg schwer werden. Die Qualität des Fleisches hängt wie bei anderen Schlachttieren entscheidend von Futter und Haltungsbedingungen ab. Trotz seines hohen kulinarischen Werts ist das Schwein in der Kulturgeschichte widersprüchlicher behandelt worden als jedes andere Tier, das die Menschen essen: einerseits Sinnbild für mangelnde Reinlichkeit und Dummheit - andererseits Symbol für Glück.
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