Auf 3000-5000 wird heute weltweit die Zahl der verschiedenen Käsesorten geschätzt. Frankreich gilt dabei als die Grande Nation beim Käse, zumindest was die Vielfalt betrifft. 500 - 700 Käsesorten kommen allein aus Frankreich und die Franzosen sind auch die größten Käseesser mit dem höchsten Pro-Kopf-Verbrauch (rund 22 kg im Jahr) - allerdings praktisch gleichauf mit der Bevölkerung eines Nachbarstaates, zugleich der größte Käseproduzent in Europa noch vor Frankreich. Und das ist nicht Italien und auch nicht Holland, die auf den weiteren Plätzen folgen, sondern Deutschland. Zu einem vollständigen Mahl (mit mindestens 3 Gängen) gehört eine kleine oder größere Auswahl an Käse noch vor dem Dessert oder sogar an seiner Stelle. Dieser Grundsatz gilt nicht nur traditionell in Frankreich, sondern ist geradezu ein "Credo" für Feinschmecker und Käseliebhaber in der ganzen Welt.
Manche essen Käse ohne jede Beigabe, andere schwärmen von bestimmten Kombinationen, die oft aber auch Anlass zu Diskussionen unter Feinschmeckern sind. Das beginnt beim richtigen Wein, geht über das Brot bis hin zu Früchten. Letztlich ist nur eine "Regel" unzweifelhaft richtig: Probieren geht über Studieren. Nur ein paar Tipps: Münsterkäse schmeckt mit Kreuzkümmel und süßlichem Gewürztraminer köstlich, Ziegenkäse aus dem Languedoc und Honig aus dieser Gegend sind ein "Traumpaar".
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